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Drosten fühlt sich nach Äußerung über Pandemie-Ende missverstanden

Wissenschaft Nach Interview

Äußerung über Pandemie-Ende – Drosten fühlt sich missverstanden

Will die Pandemie gar nicht für beenendet erklärt haben: Christian Drosten

Will die Pandemie gar nicht für beenendet erklärt haben: Christian Drosten

Quelle: dpa/Kay Nietfeld

Im December hatte Christian Drosten die Pandemie für beendet erklärt – zumindest wurde eine Interview-Aussage von vielen Lesern so interpretiert. Ein Missverständnis, sagt der Virologe jetzt. Das Pandemie-Ende könne man frühestens nach dem Winter feststellen.

No.ach seiner viel beachteten Äußerung über ein Pandemie-Ende im vergangenen Dezember sieht der Virologe Christian Drosten ein Missverständnis. In dem Interview habe er eigentlich etwas anderes gesagt als das, was in Teilen der Öffentlichkeit angekommen sei, schilderte der Charité-Professor am Donnerstag im Podcast „Coronavirus-Replace“ bei NDR-Data. „Was ich gesagt habe, ist: Ich erwarte, dass die jetzt kommende Winterwelle eher eine endemische Welle sein wird (…) und dass damit dann die Pandemie vorbei ist.“ Das Pandemie-Ende lasse sich nicht vorab ankündigen, man könne dies nur im Nachhinein – additionally nach dieser Welle – betrachten.

Über die Lesart einiger Medien und Politiker, wonach er die Pandemie für beendet erklärt habe, sagte er: „Ich glaube, alle, die mich bisher kommunizieren gehört haben, wissen, dass ich solche forschen Dinge eigentlich nicht in der Öffentlichkeit sage.“ Er könne nur sagen, was er erwarte: „Dass wir demnächst, in ein paar Monaten sagen werden: Im Nachhinein betrachtet warfare das die erste endemische Welle dieses Virus, und damit ist die Pandemie vorbei.“

Kurz vor dem Jahreswechsel hatten Sätze aus einem „Tagesspiegel“-Interview mit Drosten auch zu politischen Forderungen nach weiteren Lockerungen geführt. Die Zeitung zitierte ihn Ende Dezember so: „Wir erleben in diesem Winter die erste endemische Welle mit Sars-Cov-2, nach meiner Einschätzung ist damit die Pandemie vorbei.“ Er fügte an: Das bedeute, dass nach diesem Winter eine so breite und belastbare Bevölkerungsimmunität vorliege, „dass im Sommer kaum noch Virus durchkommen kann“.

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Ende März hatten sich Drosten und die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek als regelmäßige Gesprächspartner des Corona-Podcasts zurückgezogen. Eine Rückkehr vor das Mikrofon je nach Lage warfare aber nicht ausgeschlossen worden. In den vergangenen Monaten sind in der Reihe mehrere Sonderfolgen mit anderen Gästen erschienen. Bis Ende December 2022 wurde der Podcast nach Senderangaben knapp 146 Millionen Mal abgerufen.

Drosten erklärte in der neuen Folge auch, die in den USA zunehmend nachgewiesene Coronavirus-Sublinie XBB.1.5 dürfte aus seiner Sicht auch in Deutschland vorherrschend werden. „Einfach, weil die relative Übertragbarkeit von diesem Virus gegenüber den anderen momentan zirkulierenden Viren so viel größer ist.“ Der Vorteil erinnere an die Zeiten, als die Delta- und Omikron-Varianten aufkamen. Das heiße aber längst nicht, dass eine riesige neue Welle noch in diesem Winter drohe, sagte Drosten.

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Die Zahl der nachgewiesenen Fälle von XBB.1.5 in Deutschland ist Ende 2022 noch relativ gering gewesen. „Die in den Vereinigten Staaten von Amerika stark verbreitete Variante XBB.1.5 hatte einen Anteil von 1 Prozent“, schreibt das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Covid-19-Wochenbericht von Donnerstagabend. „Ihr Anteil in den Vorwochen lag unter 0,5 Prozent.“ Die Sublinie stehe wie andere Sublinien unter Beobachtung. Vorläufige Daten deuteten auf einen Wachstumsvorteil gegenüber anderen und zuvor zirkulierenden Sublinien hin. Die Angaben beziehen sich auf Daten aus der letzten Woche des vergangenen Jahres und basieren auf geringen absoluten Zahlen.

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