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Einstieg in die digitale Arbeitswelt: Frauen werden bei “Madame Digital” die Berührungsängste genommen

„Madame Digital“ heißt ein innovatives Projekt unter dem Dach der Comhard Gesellschaft für Bildung und Personalentwicklung mbH. Dessen Ziel ist es, Frauen mit den Möglichkeiten der digitalen Arbeitswelt bekannt zu machen.

Die Comhard Gesellschaft gibt es bereits seit 32 Jahren am Standort Lichtenberg. „In den 1990er-Jahren gab es eine großen Bedarf an Berufsorientierung, Umschulungen und Teaching im Bereich der digitalen Arbeitswelt“, berichtet Geschäftsführerin Kristin Korsch. Inzwischen hat sich der Bildungsträger einen so guten Ruf erworben, dass Unternehmen auf ihn zu kommen, um Fachkräfte zu gewinnen. Neben der beruflichen Orientierung und Umschulungen bietet Comhard Weiterbildungen im IT- sowie im kaufmännischen Bereich an.

Dass man nun mit „Madame Digital“ ein Projekt gestartet hat, dass sich ausschließlich an Frauen wendet, hat seinen Grund. „Wir stellten fest, dass es in unseren Klassen noch zu wenig Frauen gibt“, sagt Kristin Korsch. „Wenn es um die berufliche Orientierung geht, kommen Frauen oftmals nicht auf die Idee, sich im Bereich der IT-Berufe umzuschauen. Dabei haben Frauen in diesem Berufsfeld viele Potenziale.“

So entschloss sich Comhard, „Frauen für den digitalen Arbeitsmarkt zu begeistern“, sagt Julia Munsch. Sie ist die Leiterin des Projekts Madame Digital. Den Frauen werden Grundkenntnisse in der Arbeit im digitalen Bereich vermittelt. In praktischen Projekten können sie das Gelernte ausprobieren. Die Themen sind so vielfältig wie die digitale Arbeitswelt. Sie reichen vom On-line-Advertising über E-Commerce und die Gestaltung von Web sites bis hin zu IT-Themen, wie Programmierung und die Vernetzung digitaler Arbeitsplätze. „Unser Anspruch dabei ist, Begeisterung zu wecken und Frauen Mut zu machen, sich auf etwas einzulassen, was bisher immer noch eher als ‚Männerding’ gilt“, erklärt Julia Munsch. Außerdem werden die Teilnehmerinnen dabei unterstützt, ihre individuellen Vorlieben und Stärken zu erkennen und die passende Aus- und Weiterbildung zu finden, um in der digitalen Branche Fuß zu fassen.

Geignet ist die Teilnahme für Quereinsteigerinnen aus anderen Berufsfeldern, Migrantinnen, die in Deutschland eine (neue) Ausbildung machen möchten oder müssen sowie Mütter, die nur Teilzeit arbeiten können und vielleicht nach längerer Pause nicht in ihren alten Beruf zurücken oderen mütter. Willkommen sich auch Arbeitskose, die sich neu orientieren möchten, aber auch alle anderen Frauen, die Lust haben, die digitale Berufswelt für sich zu entdecken. Voraussetzung für eine Teilnahme sind allgemeine PC-Kenntnisse und ein Wohnort im Bezirk. Die digitale Arbeitswelt können die Frauen innerhalb von vier Monaten in vier unterschiedlichen Modulen erkunden. Ein flexibler Einstig ist alle vier Wochen möglich.

Über dieses revolutionary Projekt informierte sich kürzlich Bürgermeister Michael Grunst (Die Linke) bei einem Besuch im Bürogebäude an der Möllendorffstraße 52. Dabei konnte er erfahren, dass bereits 39 Teilnehmerinnen mit „Madame Digital“ Bekanntschaft machten. Acht fanden inzwischen einen neuen Job und 15 Frauen bereiten sich in Aus- und Weiterbildung auf eine neue berufliche Tätigkeit vor. 14 durchlaufen aktuell die Module des Projekts.

„Ich habe bei Madame Digital gelernt, dass ich vor der Informatik keine große Angst zu haben brauche“, sagt Barbara T. Und Maureen Z. resümiert: „Ich habe im Bereich des Offline-Marketings in Kamerun studiert und gearbeitet. Mit Unterstützung von Madame Digital habe ich mich im digitalen Advertising beziehungsweise im On-line-Advertising weitergebildet. Das finde ich tremendous spannend, weil das heutzutage der Pattern ist.“ Und Maureen Z. kann mitteilen, dass sie inzwischen ein Praktikum in einem lokalen Unternehmen begonnen hat.

Data on www.comhard.de/kurs/madame-digital. Projektleiterin Julia Munsch ist unter Telefon 55 09 63 20 sowie julia.munsch@comhard.de zu erreichen.

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