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Geretsried: Großes Interesse an Berufsinformationstag von Realschul-Förderverein

Von Bundeswehr bis Rathaus: Schülerinnen und Schülern stehen alle Wege offen. Welche Ausbildungsmöglichkeiten sie haben, zeigte der Berufsinformationstag.

Geretsried – Die Zeiten, in denen Jugendliche händeringend nach einer Lehrstelle oder einem Ausbildungsplatz suchen mussten, sind längst vorbei. Mittlerweile werben Unternehmen, Handwerksbetriebe und Institutionen wie Polizei oder Bundeswehr offensive um Nachwuchs. Diese Entwicklung zeigte sich auch am Freitag beim Berufsinformationstag in der Turnhalle am Schulzentrum. Nachdem er in den Corona-Jahren nur on-line stattfinden konnte, organisierte der Förderverein der Realschule ihn diesmal wieder in Präsenz.

Geretsried: Großes Interesse an Berufsinformationstag von Realschul-Förderverein

75 Stände standen für rund 800 Schüler bereit. Neben Klassen von Gymnasium, Actual- und Mittelschule in Geretsried fanden viele weitere aus dem Nordlandkreis den Weg zur Messe, etwa aus Wolfratshausen und Dietramszell.

„Es warfare uns wichtig, dass wir wieder eine Präsenzveranstaltung durchführen“, betonte Peter Schneider, Organizationsleiter und Vorsitzender des Fördervereins der Realschule. Gerade bei diesem Thema sei das personliche Gespräch besonders wertvoll, befand auch Markus Kugler. Der stellvertretende Realschulleiter hatte schon einen Tag vorher mit 20 Schülern der Technikgruppe Teppiche und Kabel verlegt. Gemeinsam mit Realschulleiterin Christine Venus-Michel verwies Kugler zudem auf parallel stattfindende Workshops, in denen Schüler zum Beispiel die Formulierung von Bewerbungsschreiben üben konnten.

Als weitere Orientierungshilfe legte Landkreis-Wirtschaftsförderer Andreas Roß den „Ausbildungskompass“ aus – ein 150 Seiten starkes Heft mit Informationen zu vielen Berufen und Ansprechpartnern. „Für Jugendliche ist es intestine, dass es hier so viele Angebote gibt“, lobte Roß den Berufsinformationstag.

Unternehmen aus Dangerous Tölz-Wolfratshausen präsentieren sich bei Berufsinformationstag

Was macht ein Kaminkehrer? Stefan Jähns (li.) und Florian Heigl (re.) gaben interessierten Schülerinnen und Schülern Auskunft.

© Sabine Hermsdorf-Hiss

Unternehmen aus der Area nutzten die Likelihood, sich optimum präsentieren zu können. „Die Zahl an Bewerbungen für Ausbildungsplätze und andere Stellen ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen“, stellte Peter Günther, Werkstattleiter im Wolfratshauser Autohaus BaderMainzl fest. Katja Holzer, Ausbildungsleiterin bei der Geretsrieder Stadtverwaltung, hat ähnliche Erfahrungen gemacht. „Früher haben wir quick 50 Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz erhalten, jetzt sind es nur noch zehn“, berichtete sie. Umso wichtiger sei es, die Werbetrommel für die ihrer Meinung nach oft unterschätzten Tätigkeiten im Rathaus zu rühren.

Handwerksbetriebe wie das Eglinger Unternehmen Elektro-Technik Ernhofer benötigen ebenfalls Verstärkung. „Wir haben viele Aufträge, können aber nicht alle Annehmen“, Sage Meister Benedikt Bacher. Der Geretsrieder Bauunternehmer Thomas Kos ist froh, zumindest einen Lehrling gefunden zu haben. „Viele junge Leute wollen erst mal auf die Fachhochschule, dabei steht ihnen dieser Weg später immer noch offen“, gab Kos zu bedenken.

„Einstellungsoffensive“ bei Bundespolizei und Bundeswehr

Von einer „Einstellungsoffensive“ sprach Marc Salih von der Bundespolizei. Bei der Überwachung von Grenzen, Bahnhöfen und Flughäfen gebe es jede Menge zu tun. Ein noch größeres Betätigungsfeld bietet die Bundeswehr, die ebenfalls einen Stand aufgebaut hatte. „Wir haben uns in vielerlei Hinsicht geöffnet“, betonte Bastian Kühne vom Karrierecenter der Bundeswehr in München. Möglich seien kaufmännische, technische, handwerkliche und medizinische Ausbildungen.

„Die große Auswahl an Berufsangeboten hat mich schon überrascht“, bilanzierte Anna Werner. Die 16-jährige Geretsrieder Gymnasiastin will sich ebenso wie ihre 15-jährige Mitschülerin Rebecca Kucan noch „vieles offen halten“. Konkrete Pläne hat dagegen Emilian van Lavatory. „Ich möchte später als IT-Fachkraft arbeiten“, so der 15-jährige Realschüler. Entsprechende Angebote habe er beim Berufsinformationstag gefunden. Gymnasiast Johannes Harjung bewertete den Berufsinformationstag ebenfalls positiv: „Ich discover’s einfach cool, dass so was organized wird.“

ph

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