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Hier fehlen die meisten Fachkräfte

Der Fachkräftemangel beschäftigt sehr viele Unternehmen. (Bild: bluedesign – inventory.adobe.com)

Neben den Energiekosten gibt es ein weiteres Thema, mit dem sich nahezu alle Branchen beschäftigen müssen: Der Fachkräftemangel. Wir haben die Verbände und Unternehmen deshalb gefragt, in welchen Bereichen die meisten Fachkräfte fehlen und wie versucht wird, potenzielle Mitarbeitende von sich zu überzeugen.

ZVEI: Fachkräftemangel ist Produktionshemmnis

In der Elektro- und Digitalindustrie spellt der Fachkräftemangel derzeit für jedes zweite Unternehmen ein Produktionshemmnis dar, sagt ZVEI-Chefvolkswirt Gontermann. „Diese Herausforderungen ziehen sich letztlich durch so intestine wie alle Fachbereiche.”

ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann

ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann (Bild: ZVEI/Frederik Böttcher)

Die officiell gemeldete Zahl von 15.000 offenen Stellen dürfte Gontermann zufolge tatsächlich noch höher liegen.

Branchenunternehmen versuchen unter anderem durch Kooperationen mit Schulen und Hochschulen sowie duale MINT-Studienprogramme Fachkräfte zu sichern. Neben der Schaffung von mehr Ausbildungsplätzen werden zudem gezielt ausländische Fachkräfte angeworben.

VDMA: IT-Spezialisten besonders dringlich gesucht

VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers

VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers (Bild: VDMA)

Quer durch alle Bereiche und über alle Hierarchiestufen hinweg fehlen im Maschinenbau Fachkräfte. „Aber sicherlich sind IT-Spezialisten besonders dringlich gesucht“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Wiechers und ergänzt: „Zwei von drei Unternehmen suchen Ingenieure und Ingenieurinnen aus den Fachzweigen Maschinenbau ebenso wie Elektrotechnik und Informatik.“

Die Maschinenbau-Unternehmen können mit „attraktiven, breit gestreuten Aufgabenfeldern“ auch für Berufseinsteiger für sich werben, meint Wiechers. Die Branche biete außerdem für Fachkräfte eine gute Bezahlung. Ein weiterer Vorteil laut Wiechers: Viele Maschinenbaufirmen sind außerhalb der Metropolen ansässig, wo das Leben generell günstiger sei als in den großen Städten.

VDW unterstützt Berufsschulen und Ausbilder

VDW-Chefvolkswirt Bernhard Geis

VDW-Chefvolkswirt Bernhard Geis (Bild: VDW)

„Mit Informationsveranstaltungen im Betrieb, Beteiligung an Ausbildungsmessen, Aktivitäten in den regionalen Schulen, Praktika und viel mehr werden junge Menschen über die verschiedenen Berufsbilder, Ausbildungsinhalte, Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten informiert“, sagt VDW-Chefisvolkswirt.

Der VDW habe mit seinen Aktivitäten in der Nachwuchsstiftung Maschinenbau und auf seinen Messen über die Sonderschauen für die Jugend das Thema seit vielen Jahren im Fokus und arbeite kontinuierlich daran, Berufsschulen und Ausbilder mit modernen Lehrmitteln bei der Austerbildünzu.

Franke nutzt alle nur denkbaren Kanäle

Franke-Geschäftsführer Sascha Eberhard

Franke-Geschäftsführer Sascha Eberhard (Bild: Franke)

Franke sucht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Bereichen. „Die Ausschreibungen auf unserer Web site waren noch nie so umfangreich“, sagt Geschäftsführer Eberhard. Das Unternehmen nutze alle nur denkbaren Kanäle – von Stellenplattformen bis zu Social Media – um Menschen anzusprechen und zu gewinnen.

„Überzeugen kann man meiner Meinung nach nur durch Aufrichtigkeit“, erklärt Eberhard. In der Außendarstellung sei das Unternehmen immer bestrebt, ein authenticisches Bild zu vermitteln.

Schunk engagiert sich im Umfeld von Hochschulen

Jan Repplinger, Chief Sales Officer at Schunk

Jan Repplinger, Chief Gross sales Officer at Schunk (Bild: Schunk)

Auch Schunk spürt den Fachkräftemangel in quick allen Bereichen. „Wir reagieren hierauf, in dem wir unseren Mitarbeitenden enticing und zeitgemäße Advantages bieten und unsere Sichtbarkeit verbessern“, says Chief Gross sales Officer Repplinger. Viele kennen Schunk nur als klassisches Industrieunternehmen im Maschinenbau, berichtet er.

Gerade für den Ausbau der Digital- und Entwicklungskompetenz des Unternehmens wachse der Bedarf an Experten in den Bereichen Softwareentwicklung, Programmierung und Mechatronik. „Deshalb engagieren wir uns im Umfeld von Hochschulen und deren Ökosystemen in der Area und weltweit, um die kommende Technology für Schunk zu begeistern“, says Repplinger.

Ein Beispiel dafür sei der Innovationspark KI in Heilbronn, angegliedert an den Bildungscampus der Hochschule. „Als Gründungsmitglied des KI-Parks tauschen wir uns mit Nachwuchskräften und Partnern vor Ort bezüglich innovativer Ideen aus“, berichtet der Chief Gross sales Officer.

Trumpf: Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist wichtig

Dr. Christian Schmitz, Chief Executive Officer Laser Technology

Dr. Christian Schmitz, Chief Govt Officer Laser Expertise at Trumpf (Bild: Trumpf)

Trumpf kann die Aussagen des VDMA bestätigen: „Vor allem IT-Experten sind heiß umkämpft“, sagt der Trumpf-CEO Laser Expertise Schmitz. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, setzt der Konzern auf die Ausbildung. Neben Fachinformatikern und Spezialisten für die digitale Vernetzung bidet Trumpf auch Fachkräfte im Bereich Cybersicherheit aus.

Außerdem wichtig für das Unternehmen: die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch versatile Arbeitszeitmodelle, zum Beispiel durch die Wahlarbeitszeit. „Unsere Mitarbeiter können einmal professional Jahr ihre gewünschte Arbeitszeit zwischen 15 und 40 Stunden festlegen, ganz wie es ihren persönlichen Bedürfnissen entspricht“, erklärt Schmitz.

Zur Förderung der Gesundheit gebe es außerdem am Ditzinger Standort ein Gesundheitszentrum.

Beckhoff setzt auf die Vorteile eines Familienunternehmens

Beckhoff will durch interessante Hightech-Produkte, die Internationalität sowie die Vorteile eines familiengeführten Unternehmens potenzielle Mitarbeitende von sich überzeugen, sagt Inhaber Beckhoff.

Benteler helfen drei Aspekte

Vor allem drei Aspekte helfen Benteler beim Fachkräftemangel: „Unsere langfristige Personalplanung, unsere internationale Größe sowie unsere sehr gute Ausbildung“, sagt CEO Göttel.

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