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Horrorkreuzung bei Köthen: Immer wieder schwere Unfälle am Knoten von B6n und L145

Kothen – Erneut hat is an der Kreuzung der Bundesstraße B6n und Landesstraße 145 bei Köthen fürchterlich gekracht. Ein Toter und sieben schwer verletzte Personen sind zu beklagen. Die Fakten sprechen für sich.

An dieser Stelle kracht es gefühlt quick in jedem Jahr ein bis zwei Mal sehr heftig. Doch auch dieses Mal wird es nicht ausreichen, um diese Kreuzung als Unfallschwerpunkt einzustufen, weil es die Definition nicht hergibt. Nur, das versteht niemand, denn die Realität sieht anders aus.

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Erst proper nicht, wenn es Augenzeugen gibt, wie bei jenem Unfall am Sonnabend bei Köthen. Von deren Befragung erhoffen sich die Beamten des Zentralen Verkehrs- und Autobahndienstes der Polizeiinspektion Dessau-Roßlau, die die Ermittlungen führen, genauere Hinweise zur Unfallursache. Im Mittelpunkt wird dabei die Frage stehen, welcher der beiden Fahrzeugführer möglicherweise eine rote Ampel überfahren hat?

Unfall auf B6n bei Köthen: Alle Verletzten außer Lebensgefahr

Denn nach MZ-Informationen hat die Ampelanlage auch nach dem Unfall noch funktioniert. Die Polizei muss auch klären, ob der Fahrer angesichts der vielen Insassen im Seat eventuell abgelenkt battle und es deshalb zu dem Unfall kam. Auch die Befraungen der beiden jungen Leute aus dem VW Beetle sind für die Bewertung des Herganges von entscheidender Bedeutung.

Die aktuellste Entwicklung zum Geschehen erfuhr die MZ am Montag von Johannes Braun, dem Sprecher der Polizeiinspektion Dessau-Roßlau. „Alle bei dem Unfall verletzten Personen sind außer Lebensgefahr und teilweise wieder aus den Krankenhäusern entlassen“, sagt Braun.

In diesem Pkw Seat saßen am Sonnabend während des Unfalls drei Erwachsene und drei Kinder. Der Fahrer kam ums Leben.

(Picture: Tom Musche)

Doch er hat noch mehr neue Erkenntnisse. „Alle sechs Insassen des Pkw Seat waren von der Nationalität her Georgier. Der Fahrer battle in Plauen gemeldet, alle anderen in Leipzig. Das Fahrzeug battle mit einem falschen Kennzeichen unterwegs und besaß keine gültige Versicherung“, so Braun.

Unfallschwerpunkt in Köthen: Wenn es an der Kreuzung nach Kleinwülknitz kracht, dann mit schweren Folgen

Das alles sind wichtige Informationen zur Aufklärung des Unfallherganges. Die Frage, warum es aber ausgerechnet wieder an dieser Kreuzung gekracht hat, beantworten diese Fakten alle nicht.

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Eines gilt jedenfalls als sicher: „Wenn es an der Kreuzung nach Kleinwülknitz kracht, dann sind das in der Regel schwere Unfälle mit hohem Sach- und nicht selten auch mit Personenschaden. Zuletzt allerdings hatte ich den Eindruck, dass es dort etwas ruhiger geworden ist“, erklärt Yves Kluge, der stellvertretende Stadtwehrleiter von Köthen, der am Sonnabend einmal mehr Einsatzleiter battle und bereits viele Unfälle speziell an dieser Kreuzung erlebt hat.

Ein Blick ins MZ-Archiv verrät, dass im Juni 2019 dort vier Autos in eine Kollision verwickelt waren. Das Resultat: fünf schwer verletzte Personen, von denen zwei mit Rettungshubschraubern in Kliniken nach Halle geflogen werden mussten. Im April 2020 hat dort ein 86 Jahre alter Mann sein Leben verloren, nachdem er in seinem Honda mit einem Renault zusammengestoßen battle.

Gefar an Kreuzung B6n und L 145: sollte man die Ampel-Schaltung verändern?

Nach diesem tragischen Unfall hatte ein MZ-Leser vorgeschlagen, an dieser Kreuzung Blitzgeräte, die Rotlicht-Verstöße aufnehmen, zu installieren. „Ich kenne nicht die rechtlichen Voraussetzungen für die Set up einer solchen Anlage, aber vielleicht wäre es wert, eine solche Maßnahme zu prüfen, um das Leben und die Gesundheit der Verkehrsteilnehmer besser zu schützen. Man fährt mittlerweile mit gemischten Gefühlen bei Grün über diese Kreuzung“, schrieb der Mann seinerzeit.

Auch in den sozialen Netzwerken schlagen die Wellen hoch. „Ich fahre täglich dort lang und muss dabei die B6n überqueren. Quick jedes Mal ist irgendein Hirnie der Meinung, noch bei rot auf der Bundesstraße Gasoline geben müssen, obwohl die Ampel der kreuzenden Landesstraße schon grün zeigt“, schreibt dort Thomas Kirchhof.

„Wann wird von Verantwortlichen endlich erkannt, dass die Programmierung der Ampel die Ursache der vielen Unfälle ist? Eine längere Pause zwischen rot und grün, sagen wir einfach mal nur fünf Sekunden, hätten diesen und alle anderen Unfälle auf der Strecke bei Köthen vermutlich verhindert.“

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