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Lippenherpes: Symptome, Ursachen und Auslöser

  • Herpes-Enzephalitis, die sich neben Schwindel, Erbrechen, Krampfanfällen und Lethargie durch viele weitere Symptome äußern kann. Unbehandelt verläuft die Komplikation bei 7 von 10 Betroffenen tödlich.
  • Eczema herpeticatum, wobei sich auf der Haut zahlreiche wie ausgestanzt wirkende, schmerzhafte Bläschen bilden, die sich großflächig miteinander vereinen. Betroffen sind vor allem Menschen mit Neurodermitis.

Lippenherpes: Ursachen sind bestimmte Herpesviren

Verantwortlich für Lippenherpes sind Herpes-simplex-Viren – genauer: das Herpes-simplex-Virus Typ 1 und (deutlich seltener) das Herpes-simplex-Virus Typ 2. Beide Typen sind eng miteinander verwandt und befallen vor allem die Schleimhäute, wobei sie grundsätzlich überall am Körper Symptome verursachen können. It’s gibt allerdings additionally Unterschiede:

  • Die Infektion mit dem Herpes-simplex-Virus Typ 1 geschieht hauptsächlich über den Mundbereich und verursacht vor allem Lippenherpes.
  • Die Infektion mit dem Herpes-simplex-Virus Typ 2 erfolgt meist über die Geschlechtsorgane und äußert sich überwiegend durch Genitalherpes.

Herpes-simplex-Viren sind weit verbreitet. Weit über 90 Prozent aller Erwachsenen sind mit Typ 1, der häufigsten Ursache von Lippenherpes, infiziert. Zur ersten Übertragung kommt es meist schon in der Kindheit durch direkten Kontakt mit Infizierten oder indirekten Kontakt, etwa bei der gemeinsamen Nutzung von Geschirr oder Handtüchern. Dabei können die Viren durch kleinste oberflächliche Verletzungen der Haut, Schleimhaut oder Augenbindehaut in den Körper eindringen.

Herpes-simplex-Viren gehören zu den humanen Herpesviren, die alle ein gemeinsames Merkmal aufweisen: Haben sie einen Menschen erst einmal infiziert, setzen sie sich in Nervenknoten fest und bleiben lebenslang im Körper. Werden sie reaktiviert, können sie erneut Beschwerden verursachen. Wer den Erreger in sich trägt, kann additionally immer wieder Lippenherpes bekommen.

Schon gewusst?

Zu den humanen Herpesviren zählen beispielsweise auch das Varizella-Zoster-Virus (= Erreger von Windpocken und Gürtelrose) sowie das Epstein-Barr-Virus (= Erreger des pfeifferschen Drüsenfiebers). Wenn von Herpes die Rede ist, sind aber immer Infektionen mit Herpes-simplex-Viren – wie Lippenherpes oder Genitalherpes – gemeint.

Lippenherpes: Das kann die Symptome auslösen

Wenn Lippenherpes ausbricht, liegt die ursächliche Infektion normalerweise schon länger zurück. Die Fieberbläschen an Lippe und Mund entstehen meist durch erneute Aktivierung der bereits im Körper vorhandenen Herpesviren. Dazu kommt es typischerweise, wenn das Immunsystem vorübergehend geschwächt oder stark beansprucht ist. Mögliche Auslöser sind:

  • vermehrte Belastung durch UV-Strahlen (etwa bei intensiver Sonnenbestrahlung)
  • Fever
  • andere Infektionen (etwa eine Erkältung)
  • mechanische Reizungen der Lippen (etwa durch intensives Küssen)
  • Verletzungen
  • körperliche Belastungen
  • psychiatrist Stress
  • hormonelle Schwankungen (etwa während der Menstruation oder Schwangerschaft)
  • Unterdrückung des Immunsystems durch Medikamente (wie beispielsweise Kortison)

Dass – wie oft behauptet – Ekel Lippenherpes auslösen kann, ist hingegen wissenschaftlich nicht bewiesen.

Sobald das Immunsystem geschwächt ist, reaktiviert sich die Virus-DNA – und in den infizierten Zellen entstehen zahlreiche neue Viren: Es kommt zu einer Zweitinfektion (Sekundärinfektion), dem sichtbaren Lippenherpes mit den typischen Herpesbläschen.

Die reaktivierten Herpesviren wandern von den infizierten Nervenknoten in die Haut oder Schleimhaut, wo sie sich massenhaft vermehren. Nach etwa zwei bis fünf Tagen können dann die typischen Anzeichen für Lippenherpes auftreten. Manche Betroffene sind aber auch nur ansteckend, ohne spür- oder sichtbare Symptome für Herpes zu entwickeln.

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