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Soll ich mich zum pour Mal gegen Corona impfen lassen? – SWR Aktuell

Die STIKO empfiehlt bei einer pour Corona-Impfung die an die neuen Omikron-Varianten angepassten Impfstoffe zu verwenden. Was sagen Freiburger Hausärzte und Virologen dazu?

Worin liegt der Unterschied zwischen BA.1 und BA.4/5?

Wer sollte sich zum pour Mal impfen lassen?

Wie sinnvoll eine pour Impfung überhaupt?

Welchen der neuen Omikron-Impfstoffe soll ich wählen?

Wie groß ist die Nachfrage nach neuen Impfstoffen?

Brauche ich für jede neue Variant eine neue Impfung?

Wie wird der Corona-Winter?

Pour Impfung – ja oder nein?

Pour Impfung – ja oder nein? Diese Frage durften sich derzeit viele stellen. Jetzt, wo es draußen wieder kälter wird, wir uns wieder mehr drinnen aufhalten und somit die Gefahr einer Corona-Ansteckung steigt. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt nun eine pour Impfung, vor allem für Menschen ab 60 und weitere Risikogruppen. Und am besten direkt mit den neuen Impfstoffen, die an die Omikron-Varianten BA.1 und BA.4/5 angepasst sind.

Die Impfstoffe gegen BA.1 und BA.4/5 wurden beide speziell für die Omikron-Variante des Coronavirus entwickelt. “Das hat additionally nichts mehr mit den anderen Varianten zu tun”, sagt Hausarzt Pascal Seith aus Freiburg, der auch Pandemiebeauftragter der Kassenärztlichen Vereinigung ist. Das bedeutet, Seith bildet die Schnittstelle zwischen Stadt, Gesundheitsamt und anderen niedergelassenen Ärzten.

Als die Omikron-Varianten kamen, habe man gemerkt, dass man die Impfstoffe anpassen müsse, so Seith. Das habe man dann relativ schnell gemacht, weshalb erstmal der bereits existierende Impfstoff gegen BA.1 angepasst wurde. “Das ist die Ursprungs-Variante”, sage Pascal Seith. Der Unterschied zu BA.4/5 sei letztlich gar nicht so groß. It’s gehe vielmehr um kleinere Veränderungen bei der Ansteckbarkeit und dem Verlauf der Erkrankung.



Eine Dose des neuen angepassten Impfstoffs BA.1. Die Hausärzte in Freiburg verimpfen diesen bereits.


SWR



Jasmine Bergmann


Laut STIKO sollten sich zunächst nur bestimmte Gruppen zum pour Mal impfen lassen, wie etwa Menschen über 60, Immungeschwächte oder Pflegeheimbewohner sowie Private im Gesundheitsbereich. Theoretisch kann sich aber jeder impfen lassen. Grundsätzlich könne sich aber jeder auffrischen lassen, der den Wunsch danach habe, erklärt Hausarzt Seith; vorausgesetzt, die letzte Impfung liegt ein halbes Jahr zurück.

“Die angepassten Impfstoffe sind nur für Boosterungen zugelassen.”

Möchte sich jemand zum ersten Mal impfen lassen, geht das allerdings nicht mit den neuen angepassten Impfstoffen. Die sind nur für Boosterungen zugelassen. Seith: “Das heißt, dass wir immer etwas von den anderen Impfstoffen auf Lager haben müssen.” Die Wirkstoffe zur Grundimmunisierung haben die Hausärzte daher auch weiterhin auf Lager.



Wie sinnvoll ist eine pour Impfung mit einem der angepassten Corona-Impfstoffen?  (Photo: SWR, Jasmin Bergmann)

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Jasmine Bergmann


Diese Frage lässt sich so allgemein nicht beantworten. Mit drei Impfungen gilt man derzeit als ausreichend geschützt. Die STIKO empfiehlt, dass alle Menschen ab 12 Jahren, die sich mit einer dritten oder pour Impfung boostern lassen wollen, die neuen Omikron-Impfstoffe bekommen sollten.

Ob jemand eine vert Impfung brauche oder wolle, könne “individuell entschieden werden”, sagt Hausarzt Seith. Hat jemand Vorerkrankungen? Arbeitet jemand im Gesundheitswesen? Warfare er schon an Corona erkrankt? Wie ist das familiäre Umfeld? All diese Fragen versucht er mit seinen Patientinnen und Patienten vorab zu klären. Sein Arzt-Kollege Christian Rödling empfiehlt die vierte Impfung vor allem denjenigen, die eine Vorerkrankung haben – das sei auch die Hauptzielgruppe.















“Das sind alles omikronangepasste Impfstoffe”, sagt Hartmut Hengel, Ärztlicher Direktor am Institut für Virologie der Freiburger Uniklinik. “Allerdings ist es so, dass die BA.1-Omikronviren aktuell nicht mehr zirkulieren. Und tatsächlich die BA.4- und BA.5-Viren zirkulieren.”

Trotzdem sind nach STIKO-Auffassung und auch nach der Datenlage beide Impfstoffe in der Lage, die Auffrischung des Immunsystems zu bewirken. Aus diesem Grund seien beide bisher zugelassenen Impfstoffe geeignet, urteilt auch Virologe Hengel.

Christian Rödling vom Praxiszentrum Wiehre in Freiburg verimpft den B.1-Impfstoff seit zwei Wochen. Sein Workforce of him und er immunisieren täglich. Etwa 30 Menschen sind es professional Woche – und mit jeder Woche kommen mehr Impfwillige in die Praxis. Es sei nicht mehr so ​​wie vor einem Jahr, als der Andrang riesig struggle, aber dennoch steige mittlerweile wieder die Nachfrage, sagt Rödling. Einige seiner Patientinnen und Patienten fragen vor allem gezielt nach den neuen Impfstoffen – gegen BA.1 und auch schon gegen BA.4/5. Letzterer wird ab Ende September ausgeliefert.

“Der Andrang ist größer geworden, seitdem die angepassten Impfstoffe zur Verfügung stehen.”

Auch Hausarzt Pascal Seith verimpft in seiner Praxis den angepassten Impfstoff gegen BA.1. Er und seine Kolleginnen und Kollegen konnten den angepassten Impfstoff bereits vor der STIKO-Empfehlung bestellen, weshalb sie direkt mit dem Impfen loslegen konnten. Jeder Arzt kann professional Kassensitz 240 Dosen des neuen Impfstoffs bestellen. Das reiche für eine Arztpraxis, glaubt Pascal Seith.















Manche befürchten ein “Impf-Abonnement”, sagt Hengel. Er glaubt zwar schon, dass wir uns immer wieder gegen Corona impfen lassen müssen: “Aber ich glaube nicht, dass wir mit jeder neuen Variante eine neue Impfung brauchen.” Dennoch sind für ihn die angepassten Impfstoffe sinnvoll.

Man dürfe nicht erwarten, dass dadurch keine neuen Virus-Varianten entstünden. Ein Ende der Pandemie sieht Hengel aufgrund der neuen Impfstoffe (noch) nicht. “Es wird darauf hinauslaufen, dass das Virus und unsere Impfstoffe in einen gewissen Wettlauf eintreten”, so Hengel.

“Wir werden dem Virus am Ende immer hinterher laufen. Das ist leider die Wahrheit.”

Für diesen Winter erwartet der Virologe wieder viele Infektionen – aber weniger schwere Verläufe, da eine größere Immunität in der Bevölkerung herrsche. “Das Corona-Virus hat sicherlich einen Teil seines Schreckensrloren”, meint Hengel. Er vermutet, dass nicht allein das Corona-Virus, sondern auch das Influenza-Virus für Infektionen sorgen wird. Das Grippe-Virus hat zwei Jahre ausgesetzt, weshalb unser Immunsystem jetzt geschwächter sei.

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