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Vom Schnupfen bis zur Luftnot

lohne
Schnupfen, Husten, Müdigkeit und Abgeschlagenheit: Derzeit leiden viele Menschen unter einem auch als Erkältung bezeichneten grippalen Infekt. Dabei handelt es sich um eine durch Viren verursachte Infektion der oberen Atemwege, die Entzündungen in der Nase, den Nasennebenhöhlen und im Rachen bewirken. Anders als bei einer oft mit hohem Fieber und starken Beschwerden einhergehenden Grippe sind Erkältungssymptome meistens eher harmlos und nach intestine einer Woche weitgehend überstanden. Sie können aber auch für einen längeren Zeitraum ein lästiger Begleiter bleiben.

Das gilt vor allem, wenn die Erkältungsviren auch die Schleimhäute der unteren Atemwege erreichen. Eine so ausgelöste Bronchitis kann neben einem wochenlang andauernden quälenden Husten mit oder ohne schleimigen Auswurf auch zu Problemen beim Luft holen und Brustschmerzen führen. Während andere Erkältungsbeschwerden wie Kopfschmerzen oder eine erhöhte Körpertemperatur schneller zurückgehen, halten Bronchitis-Symptome oft für bis zu vier oder sogar mehr Wochen an.

Nach Angaben medizinischer Fachgesellschaften sind rund 200 Viren bekannt, die für einen grippalen Infekt verantwortlich sein können. Die mit einem Anteil von bis zu 50 Prozent mit Abstand häufigsten Erkältungsauslöser sind die Rhinoviren, die auch andere Atemwegserkrankungen wie eine Bronchitis oder eine Sinusitis auslösen können. Da Rhinoviren sehr kälteresistent sind und bei Gesprächen oder Körperkontakten leicht per Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen werden, sind sie in der kalten Jahreszeit besonders weit verbreitet.

Drastischer Anstieg

Das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnet in Deutschland seit Anfang November einen drastischen Anstieg bei akuten Atemwegserkrankungen und grippeähnlichen Erkrankungen. Die Zahl der neu Infizierten beziffert das RKI für den Zeitraum vom 5. bis zum 18. December 2022 auf etwa elf Prozent der Bevölkerung, wobei Kinder unter 15 Jahren quick doppelt so oft wie Erwachsene betroffen waren.

Der Verlauf einer Erkältung kann zwar sehr belastend sein, erfordert meistens aber keine ärztliche Behandlung. „Wichtig ist, dass die Erkrankung auskuriert wird, indem man sich schont, sich aber trotzdem genügend bewegt“, betont der in Lohne niedergelassene Allgemeinmediziner Dr. Stefan Krafeld, Vorsitzender des Bezirksverbands Oldenburg im Deutschen Hausärzteverband. „Wer kein hohes Fieber hat, sollte nicht tagelang im Bett bleiben und heat angezogen durchaus auch einen Spaziergang an der frischen Luft machen.“ Zudem sollte man viel trinken und sich mit reichlich Obst und Gemüse ausgewogen ernähren. Der Griff zur Zigarette ist dagegen absolut taboo.

Symptom Lindern

Bei einer akuten Erkältung lässt sich gegen die Erkrankung selbst wenig tun. Hilfreich kann der Einsatz Symptom-lindernder Präparate sein, die etwa das Atmen erleichtern und den Hustenreiz verringern. Wer auch nach drei oder vier Tagen unter schweren Beschwerden leidet, sollte das Drawback durch den Hausarzt abklären lassen.

„Dabei kommt es vor allem darauf an, das Risiko für Komplikationen zu verringern“, erklärt Dr. Krafeld. Mit einer ärztlich verordneten Medikation könne zumeist verhindert werden. dass sich infolge einer Atemwegserkrankung etwa eine schwere Bronchitis oder Lungenentzündung entwickelt, die im schlimmsten Fall lebensbedrohlich verläuft.

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